Gewaltprävention konkret

Als Schule ist es uns ein zentrales Anliegen, dass sich alle Schüler:innen bei uns sicher, respektiert und wohl fühlen. Eine gute Lern- und Lebensumgebung entsteht jedoch nicht von alleine – sie ist das gemeinsame Werk von Schüler:innen, Eltern und Lehrpersonen.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie für ein wichtiges Thema sensibilisieren:
Mobbing, Ausgrenzung, diskriminierendes Verhalten oder problematische Dynamiken in sozialen Medien.

Zuweilen erfahren Eltern von Schüler:innen zu Hause von Vorfällen, die sich in der Schule oder im digitalen Raum abspielen. Nicht immer sind diese Vorkommnisse für die Schule sofort sichtbar. Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass auch Sie als Eltern aufmerksam sind und mithelfen, solche Entwicklungen früh zu erkennen.
Das frühe Reagieren ist diesbezüglich besonders wichtig.

Wir möchten Sie ausdrücklich ermutigen, sich vertrauensvoll und nachfragend an uns zu wenden, wenn Ihr Kind von Situationen berichtet, die Sie als belastend oder problematisch einschätzen. Dies kann zum Beispiel so aussehen:
  • «Unser Kind hat erzählt, dass … Wie nehmen Sie die Situation in der Klasse wahr?»
  • «Wir haben gehört, dass es in den sozialen Medien Probleme gibt. Können Sie uns eine Einschätzung geben?»
  • «Guten Tag, unser Kind hat uns berichtet, dass es in seiner Klasse wiederholt zu gemeinen Kommentaren in einer Klassengruppe kommt. Wir sind uns nicht sicher, wie wir die Situation einschätzen sollen und ob dies bereits als Mobbing einzuordnen ist. Deshalb möchten wir Sie fragen, wie Sie die Stimmung in der Klasse wahrnehmen und ob Ihnen ähnliche Vorkommnisse bekannt sind. Uns ist wichtig, frühzeitig hinzuschauen und gemeinsam eine gute Lösung zu finden.»

Ein zentraler Punkt ist uns in diesem Zusammenhang besonders wichtig:
Alle Rückmeldungen und Hinweise werden von uns vertraulich behandelt.
Wir gehen sorgfältig und verantwortungsvoll mit allen Informationen um. Dabei ist es uns ein grosses Anliegen, dass sich betroffene Schüler:innen sicher fühlen können: Sie sollen darauf vertrauen können, dass ihnen durch das Ansprechen von Vorfällen keine weiteren Belastungen, Bedrohungen oder Angst entstehen. Unser Ziel ist es, Situationen gemeinsam umsichtig zu klären und zu verbessern – nicht einzelne Personen blosszustellen.
Nach dem Ansatz der «Neuen Autorität» bedeutet dies für uns:
  • Präsenz zeigen
  • Hinschauen statt wegsehen
  • Verantwortung gemeinsam tragen
  • Respektvoll und lösungsorientiert handeln

Transparenz ist dabei ein Schlüssel. Wenn problematische Dynamiken frühzeitig angesprochen werden, können wir als Schule gezielt reagieren, Gespräche führen und gemeinsam mit den Beteiligten Lösungen entwickeln. Je früher wir informiert sind, desto besser können wir unterstützend eingreifen.
Wir bitten Sie daher, bei schwierigen Beobachtungen nicht zu schweigen, sondern den Kontakt zu suchen – sei es mit der Klassenlehrperson, der Schulsozialarbeit oder direkt mit der Schulleitung. Nur gemeinsam können wir ein Umfeld schaffen, in dem Respekt, Fairness und gegenseitige Achtung gelebt werden.
Für eine gute Schule sind wir alle verantwortlich:
  • Schüler:innen
  • Eltern und Erziehungsberechtigte
  • Lehrpersonen und Schulleitung

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Mitarbeit, Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Vertrauen.
Bei Fragen oder Anliegen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Die Schulleitung, der Ressortverantwortliche des Schulverbandsrates und der Elternrat der Oberstufenschule Hünibach
Ratgeber Mobbing Pro Juventute
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