Altersdurchmischtes Lernen

Altersdurchmischtes Lernen ist ein fester Bestandteil des Kindergartenalltags. Die Jüngeren finden sich dank der Unterstützung der älteren Kinder rasch in der Gruppe zurecht. Die Älteren übernehmen Verantwortung, helfen bei Abläufen und dienen als Vorbilder. So entstehen natürliche Lernpartnerschaften: Die Kinder lernen miteinander und voneinander, stärken ihre sozialen Fähigkeiten und entwickeln Vertrauen in die eigenen Stärken.

Die Vielfalt der Kinder verstehen wir als Chance. Jedes Kind bringt eigene Erfahrungen, Fähigkeiten und Stärken mit. So entsteht ein Lernen miteinander und voneinander, in dem Kooperation, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Entdecken im Zentrum stehen.
Ein weiterer Vorteil altersdurchmischter Klassen ist die Kontinuität im Schulalltag: Ein Teil der Kinder bleibt jeweils in der Klasse und ist bereits mit Regeln, Ritualen und Strukturen vertraut. Neue Kinder finden dadurch schneller Orientierung und Sicherheit. Die bestehende Klassengemeinschaft sorgt für Stabilität und unterstützt eine positive, eingespielte Lernkultur.
Bis zur 6. Klasse lernen die Kinder in Mehrjahrgangsklassen, in denen jeweils zwei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet werden. Das altersdurchmischte Lernen ermöglicht vielfältige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten:
Die Kinder profitieren voneinander, übernehmen Verantwortung, unterstützen sich gegenseitig und entwickeln ihre fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen kontinuierlich weiter.
Bereits im Zyklus 1 kommen verschiedene Methoden des kooperativen Lernens zum Einsatz. Zunächst setzen sich die Kinder selbstständig mit einer Aufgabe auseinander und entwickeln eigene Ideen (Denken). Anschliessend tauschen sie ihre Gedanken in Partner- oder Gruppenarbeiten aus (Austauschen), vergleichen Lösungswege und lernen voneinander. Zum Schluss präsentieren sie ihre Ergebnisse und machen ihre Überlegungen für andere sichtbar und verständlich (Vorstellen). So werden neben fachlichen Kompetenzen auch soziale Fähigkeiten gestärkt.
Bei der Methode "Placemat" setzen sich die Kinder zunächst individuell mit einer Fragestellung auseinander und halten ihre Ideen schriftlich oder zeichnerisch fest. Anschliessend tauschen sie sich in der Gruppe aus und fassen die wichtigsten Gedanken gemeinsam zusammen. So werden eigenständiges Denken, aktives Zuhören und Zusammenarbeit gefördert.

Beim "Karussell" wechseln die Kinder regelmässig ihre Gesprächspartner:innen und tauschen sich zu einem Thema aus. Dadurch lernen sie unterschiedliche Sichtweisen kennen, erweitern ihre Ideen und üben einen respektvollen Dialog. Die Methoden stärken die Kommunikationsfähigkeit, die Teamarbeit und das gemeinsame Lernen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum kooperativen Lernen.
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